
Wer bekommt da nicht Lust?
Wenn man sich das Kopfbild anschaut, möchte man am Liebsten mit der Schere dran, abschneiden und direkt zum Verarbeiten geben.
Aber diese Traube hängt noch. Sie wird auch noch etwas hängen bleiben.
Reif und Saftig ist sie bereits. Es fehlt nur noch “die Kür”.
Momentan haben wir wunderschönes Herbstwetter. Der Winzer schwärmt vom “Goldenen Oktober”.
Der Herbst im Rheingau ist im vollem Gange und das sieht man in allen Ecken.
Frühmorgens fährt die Lesemaschine durch die Straßen auf den Weg in die Weinberge. Das Geräusch ist kaum zu beschreiben, aber es ist einmalig.
Die Traktoren von den Winzern fahren mit ihren Anhängern in der Gemarkung und laden die Weinbergsmanschaft ab. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie die Lesemanschaft, wie kleine Ameisen, durch die Weinbergszeilen laufen und jede Traube vom Stock abschneiden.
Da kommt auch schon der Butte-Träger. Er sammelt die gelesenen Trauben auf und läuft zurück zum Traktor und schüttet das kostbare Gut in Behälter.
Überall riecht man die Trester vom Vortag.
Das Laub fängt an seine Farbe zu wechseln. Der Rheingau kleidet sich nun in einem wunderschönen Gelb.
Am Abend fahren die Traktoren mit vollen Behältern zurück in die Keller. Dort werden die Trauben “entrappt” und dann auf die Kelter geschüttet. Heraus kommt der Saft, der den Grundbaustein für einen tollen Jahrgang legt.
Der Saft läuft direkt runter in den Keller. In die Edelstahltanks.
24 Stunden lassen wir nun den Saft sich selbst sedimentieren, bevor wir die Gärung einleiten und sich der Saft in wunderschönen jungen Wein umwandelt.
Was freue ich mich wieder auf den Kellergang. Wenn die Gärröhrchen blubbern und es überall im Keller nach frischer Hefe richt.
Für mich ist es etwas ganz besonderes. Und wenn man dann nach der Gärung und nach dem Abstich, mit dem Tankschlüssel durch den Keller laufen kann….. mmmmh, lecker! Zu schmecken was aus dem Wein noch wird. Das ist eine spannende Zeit.
Ich kann es kaum noch erwarten
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