Archiv für Oktober 2009

23
Okt
09

Vorfreude ist die schönste Freude

Die Gärung ist im vollen Gange

Die Gärung ist im vollen Gange

Die Trauben sind gelesen, sind gepresst und liegen nun als Most in den Gärtanks und werden nach und nach zu Wein umgewandelt.

Dabei machen die Hefen ganze Arbeit.

Sie wandeln den vorhandenen Zucker zur Zeit in Alkohol und CO2 um. Wenn man in die Vorräume des Kellers geht, hört man es schon brodeln und blubbern und man riecht den Gärduft. Der Duft des Herbstes. Ich liebe diese Gerüche.

Unten im Keller kann man dann schon erahnen, was aus diesem Weinjahr werden kann.

Es ist mit die schönste Zeit und ich freue mich schon, wenn ich mit meinem Tankschlüssel an die Tanks gehen und die frischen jungen Weine probieren kann.

09
Okt
09

Herbst

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Wer bekommt da nicht Lust?

Wenn man sich das Kopfbild anschaut, möchte man am Liebsten mit der Schere dran, abschneiden und direkt zum Verarbeiten geben.

Aber diese Traube hängt noch. Sie wird auch noch etwas hängen bleiben.

Reif und Saftig ist sie bereits. Es fehlt nur noch “die Kür”.

Momentan haben wir wunderschönes Herbstwetter. Der Winzer schwärmt vom “Goldenen Oktober”.

Der Herbst im Rheingau ist im vollem Gange und das sieht man in allen Ecken.

Frühmorgens fährt die Lesemaschine durch die Straßen auf den Weg in die Weinberge. Das Geräusch ist kaum zu beschreiben, aber es ist einmalig.

Die Traktoren von den Winzern fahren mit ihren Anhängern in der Gemarkung und laden die Weinbergsmanschaft ab. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie die Lesemanschaft, wie kleine Ameisen, durch die Weinbergszeilen laufen und jede Traube vom Stock abschneiden.

Da kommt auch schon der Butte-Träger. Er sammelt die gelesenen Trauben auf und läuft zurück zum Traktor und schüttet das kostbare Gut in Behälter.

Überall riecht man die Trester vom Vortag.

Das Laub fängt an seine Farbe zu wechseln. Der Rheingau kleidet sich nun in einem wunderschönen Gelb.

Am Abend fahren die Traktoren mit vollen Behältern zurück in die Keller. Dort werden die Trauben “entrappt” und dann auf die Kelter geschüttet. Heraus kommt der Saft, der den Grundbaustein für einen tollen Jahrgang legt.

Der Saft läuft direkt runter in den Keller. In die Edelstahltanks.

24 Stunden lassen wir nun den Saft sich selbst sedimentieren, bevor wir die Gärung einleiten und sich der Saft in wunderschönen jungen Wein umwandelt.

Was freue ich mich wieder auf den Kellergang. Wenn die Gärröhrchen blubbern und es überall im Keller nach frischer Hefe richt.

Für mich ist es etwas ganz besonderes. Und wenn man dann nach der Gärung und nach dem Abstich, mit dem Tankschlüssel durch den Keller laufen kann….. mmmmh, lecker! Zu schmecken was aus dem Wein noch wird. Das ist eine spannende Zeit.

Ich kann es kaum noch erwarten




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