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23
Jun
10

Happy Birthday

Der VDP (Verein deutscher Prädikatsweingüter) wird in diesem Jahr 100 Jahre alt.

Ein Grund zum Feiern ist das allemal! Und das die Deutschen Winzer sich feiern können, weiß man ganz genau.

Inszeniert werden die Feierlichkeiten in den Deutschen Weinanbaugebieten. Dabei spielen die Weinberge und die Geschichte eine große Rolle.

Beeindruckende Lichtervorführungen mit kombinierter Musik und die Erzählung der jeweiligen Weinbauhistorie machen den Geburtstag zu etwas ganz besonderem.

So durften die Rheingauer ihren Johannisberger Schloßberg in Licht eingetaucht sehen und wurden entführt in eine Welt vor unserer Zeit.

Von Beginn der römischen Weinkultur bis heute erlebten die Gäste ein tolles Spiel für alle Sinne.

02
Feb
10

Schnee über alles

Rebschnitt im Rheingau

Rebschnitt im Rheingau

Überall in Deutschland ist der Traum in Erfüllung gegangen!

Wenn es rechtzeitig zu Weihnachten gekommen wäre!

Jetzt ist es teilweise ein Segen, teilweise ein Fluch!

Aber abgesehen von den Freuden und Lasten die der Schnee mit sich bringt – Was macht denn eigentlich der Jahrgang 2009 in den Kellern?

Hat die Vorfreude sich gelohnt? Zu warten, um endlich mit dem Tankschlüssel durch den Keller zu gehen.

Ja! Es hat sich gelohnt!

Die Weine haben einen tollen Charakter! Eine tolle Säure, eine großartige Frucht! Teilweise noch etwas unharmonisch, aber beim Wein, wie bei allen guten Dingen, braucht man Zeit! Die “Immernochgärer” – sozusagen die Spätentwickler -  kommen auch noch. Und die  werden meistens ihre Schnellläufer übertrumpfen!

Und im Weinberg? Hier wird bereits der nächste Grundstein für einen neuen Jahrgang gelegt…

23
Okt
09

Vorfreude ist die schönste Freude

Die Gärung ist im vollen Gange

Die Gärung ist im vollen Gange

Die Trauben sind gelesen, sind gepresst und liegen nun als Most in den Gärtanks und werden nach und nach zu Wein umgewandelt.

Dabei machen die Hefen ganze Arbeit.

Sie wandeln den vorhandenen Zucker zur Zeit in Alkohol und CO2 um. Wenn man in die Vorräume des Kellers geht, hört man es schon brodeln und blubbern und man riecht den Gärduft. Der Duft des Herbstes. Ich liebe diese Gerüche.

Unten im Keller kann man dann schon erahnen, was aus diesem Weinjahr werden kann.

Es ist mit die schönste Zeit und ich freue mich schon, wenn ich mit meinem Tankschlüssel an die Tanks gehen und die frischen jungen Weine probieren kann.

09
Okt
09

Herbst

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Wer bekommt da nicht Lust?

Wenn man sich das Kopfbild anschaut, möchte man am Liebsten mit der Schere dran, abschneiden und direkt zum Verarbeiten geben.

Aber diese Traube hängt noch. Sie wird auch noch etwas hängen bleiben.

Reif und Saftig ist sie bereits. Es fehlt nur noch “die Kür”.

Momentan haben wir wunderschönes Herbstwetter. Der Winzer schwärmt vom “Goldenen Oktober”.

Der Herbst im Rheingau ist im vollem Gange und das sieht man in allen Ecken.

Frühmorgens fährt die Lesemaschine durch die Straßen auf den Weg in die Weinberge. Das Geräusch ist kaum zu beschreiben, aber es ist einmalig.

Die Traktoren von den Winzern fahren mit ihren Anhängern in der Gemarkung und laden die Weinbergsmanschaft ab. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie die Lesemanschaft, wie kleine Ameisen, durch die Weinbergszeilen laufen und jede Traube vom Stock abschneiden.

Da kommt auch schon der Butte-Träger. Er sammelt die gelesenen Trauben auf und läuft zurück zum Traktor und schüttet das kostbare Gut in Behälter.

Überall riecht man die Trester vom Vortag.

Das Laub fängt an seine Farbe zu wechseln. Der Rheingau kleidet sich nun in einem wunderschönen Gelb.

Am Abend fahren die Traktoren mit vollen Behältern zurück in die Keller. Dort werden die Trauben “entrappt” und dann auf die Kelter geschüttet. Heraus kommt der Saft, der den Grundbaustein für einen tollen Jahrgang legt.

Der Saft läuft direkt runter in den Keller. In die Edelstahltanks.

24 Stunden lassen wir nun den Saft sich selbst sedimentieren, bevor wir die Gärung einleiten und sich der Saft in wunderschönen jungen Wein umwandelt.

Was freue ich mich wieder auf den Kellergang. Wenn die Gärröhrchen blubbern und es überall im Keller nach frischer Hefe richt.

Für mich ist es etwas ganz besonderes. Und wenn man dann nach der Gärung und nach dem Abstich, mit dem Tankschlüssel durch den Keller laufen kann….. mmmmh, lecker! Zu schmecken was aus dem Wein noch wird. Das ist eine spannende Zeit.

Ich kann es kaum noch erwarten

13
Jun
09

Japan

Japan – Ein Land fern auf der anderen Seite unseres Planeten. Im Nordpazifischen Ozean liegt die kleine Insel vor dem großen Asiatischen Kontinent.

Wer denkt bei Japan schon an Wein? Eher an Sushi, andere Kulturen, Reis eventuell sogar Sake.

Aber Wein?

Dabei ist Japan ein sehr interessantes Weinland. Sogar mit langer Tradition. Seit dem 12. Jahrhundert kennt sich Japan mit der Weinrebkultur aus.

Aber sie wissen auch, wo es guten Wein zu holen gibt. Hier bei uns in Deutschland.

Für 10 Tage durfte ich in Tokyo eine kleine Weinexpedition machen. Für den Deutschen Wein. Und ich muss sagen, die Japaner sind von uns begeistert. Nur schade, dass sie größtenteils denken, wir können nur “Süßen” Wein machen. Aber ich konnte sie auch vom Gegenteil überzeugen.

In der Isetan-Kaufhauskette konnte ich mit den Japanern sprechen. Aufzeigen wie schön wir es haben. Zugegeben ein paar Kommunikationschwierigkeiten gab es, aber man versteht sich doch irgendwie. Es waren aufregende zehn Tage.

Tage in denen ich die Japanische Kultur näher kennenlernen durfte. Japanischen Wein habe ich auch getrunken. Man muss sich aber von vornerein von unserem Gedankenbild verabschieden. Dann schmecken auch diese Weine. Klar. Durch andere Klima- und Anbauverhältnisse haben die japanischen Rebsorten eine ganz andere Aromatik. Eine Interessante. Auch schmeckende. Es war sehr aufschlussreich.

Aber wenn ich ehrlich sein darf, bleibe ich meinem Riesling treu.

Und wenn man bedenkt, dass unser Riesling hervorragend zu Japanischen Essen schmeckt. Einfach herrlich.

Die kleine Nation Japan ist nicht zu unterschätzen. Gerade in Kultur und Landschaft. Technnik und Fortbildung. Vor allem Marketing und Darstellung.

Es war interessant zu erleben, wie in den Kaufhäusern für die Weine der Welt gearbeitet wird. Mit weißen Handschuhen stehen für die Kunden 5 Servicekräfte bereit die sich mit ihnen auseinandersetzen. Jede Flasche wird wie eine Kostbarkeit behandelt. Jede Flasche hat ihren besonderen Platz. Ich war begeistert.

Auch jedes Weinland hatte seine Ecke. Frankreich, Italien, Spanien, Neuseeland. Ja und auch Deutschland. Das holte mich auch wieder auf den Boden der Tatsache zurück. Wir haben eine doch ziemlich kleine Ecke. Und dabei brauchen wir uns bestimmt nicht hinter den anderen Weinländern verstecken. Gerade durch unserem einzigartigen Kllima, dem “Cool Climate”, können wir filigrane, fruchtbetonte und leichte Weine produzieren.

Japan ist ein tolles Land. Warum dieses Land nicht nutzen? Ein Land das aus Tradition heraus geboren wurde und mit der Zeit sich zum neuen Bild entwickelt hat. Aber Japan hat es auch verstanden seine Kultur zu nutzen.

Sollten wir sie nicht auch nutzen? Die Japaner sind sehr aufgeschlossene und experimentierfreudige Menschen. Sie probieren gerne, sie erleben gerne. Wäre da ein toller Weißwein aus Deutschland nicht das Richtige?

08
Jan
08

Das Phantom

Das Phantom – “Ein Winzer”

So lautet der Filmtitel zu dem Clip den wir im EDV-Praktikum erstellt haben. (Zu finden unter Blogroll “Videos”)

Das gegebene Thema: “Bekannte Winemaker!”

Jetzt stellt sich nun die Frage: Wer ist ein Bekannter Winemaker? Oder wer ist überhaupt ein “Winemaker”?

So kamen wir in unserer Gruppe zu dem Ergebnis, dass man das nicht einfach ermitteln kann.

Klar, es gibt Winzer die einen Weltruf genießen. Hervorragende Weine ausbauen und durch ein perfektes Marketing-Konzept ihren Wein nach vorne bringen und sich einen Namen machen. Das sind wohl die BEKANNTEN.

Aber was ist mit den UNBEKANNTEN. Mit denen, die WIR vielleicht nicht kennen. Winzer, die hervorragende Arbeit verrichten, Weine von unschätzbaren Wert ausbauen, aber niemand sie kennt?

Sind diese denn keine Winemaker, nur weil man sie nicht kennt?

Genau hier knüpft unser Clip an:

Eine Spaziergängerin möchte Wein trinken, vielleicht auch kaufen. Fragt zufällig drei Weinbergsarbeiter die sie willkürlich in eine Richtung schicken. Sie folgt der Straße, kommt zu dem Weingut und verkostet einen bestimmen Wein.

Den sie vorher mal gesehen hat? Den sie vorher mal irgendwo verkostet hat? Wer weiß!

Sie findet den Wein ausgezeichnet. Doch wer ist der Winemaker? Wer ist die Person die hinter einem solchen Produkt steckt.

Und hier beginnt die Suche. Die Suche durch ein Weingut. Vorbei an Pressen, Tanks, Holzfässer, durch das Flachenlager.

Erst am Ende findet sie den Winzer und genießt den Wein.

Die Suche hat sich also gelohnt! Lohnt es sich weiter zu suchen?

21
Dez
07

Hallo Welt!

So, nun gehöre ich auch, aufgrund des EDV-Praktikums an der FH Geisenheim, zu den Menschen, die ein Weblog angelegt haben.

Damit man ungefähr mal weiß, welcher Mensch hinter “Weinliebe” steckt, erzähle ich doch einfach mal etwas über mich:

Zur Zeit studiere ich in Geisenheim Weinbau und Oenologie im Ersten Semester. Sozusagen noch frisch und motivert.

Vor meinem Studium absolvierte ich eine Winzerlehrer in zwei verschiedenen Betrieben.

Einmal beim Weingut Jean Stodden in Rech. Weinanbaugebiet Ahr. Ein kleines Weingut mit 6,5 ha im Familienbesitz. Zu 95% wird hier Rotwein angepflanzt. Als Ausgleich wird zu 5% der Riesling angebaut.

Spätburgunder, Frühburgunder und ein kleiner Teil Dornfelder prägen die Weinberge des Weingutes.

Hier durfte ich viel über die An- und Ausbauweise des Rotweines lernen.

In meinem zweiten, wie auch letztem Lehrjahr, kam ich zurück in den Rheingau ins Weingut Wegeler nach Oestrich-Winkel.

Ein Familienbetrieb mit über 45 ha. Darüber hinaus besitzen sie noch Weingüter an der Pfalz, wie an der Mosel.

Hier wird ausschließlich Riesling angebaut.

Ich persönlich komme aus keinem Weingut. Daher stellt sich oft die Frage, wie ich denn zum Wein überhaupt kam, da ich zunächst in die Gastronomie wollte, am liebsten auf ein Schiff und die Welt bereisen.

Doch nachdem ich am 07. Dezember 2001 zur Johannisberger Weinkönigin gekrönt worden bin, entdeckte ich so nach und nach den Wein immer mehr für mich.

Dies verfestigte sich im Laufe meiner Amtszeit, dass mein Hobby nun zum Beruf wurde.

Falls ich mal nicht im Weinberg stehe oder auf der Bühne Weinsprüche aufsage und die Menschen zum Trinken animiere, tanze ich leidenschaftlich gerne.




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